Wir suchen ein*e wissenschaftliche Mitarbeiter*in
– Data Science, Diversity und (Anti-)Diskriminierung –

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In BerlinIllustration PartInG Thesen leben 3,6 Millionen Menschen. Über 30 % davon – genauer 1,1 Millionen Menschen – haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Um sicherzustellen, dass diese Menschen gleichberechtigt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können, hat Berlin 2010 als erstes Bundesland ein Partizipations- und Integrationsgesetz verabschiedet. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die im Gesetz festgehaltenen Regelungen nicht ausreichen, um das Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe zu erreichen. Die Rot-Rot-Grüne Koalition auf Berliner Landesebene hat daher im laufenden Koalitionsvertrag festgehalten: „Die Koalition wird das Partizipations- und Integrationsgesetz (PartIntG) evaluieren und weiterentwickeln und hierzu eine unabhängige Institution mit einer kritischen Bestandsaufnahme beauftragen.“

Im Rahmen dieser Evaluation wurden wir im September 2018 zu einer Fachgesprächsreihe eingeladen,
um einen Fachvortrag mit entsprechenden Empfehlungen im Berliner Abgeordnetenhaus zu halten und
wurden hier u. a. auch auf der Grundlage unserer Erhebung unter Führungskräften (vgl. Aikins et al.) der
Berliner Verwaltung zur Weiterentwicklung des Gesetzes interviewt.
Die Evaluation liegt der zuständigen Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS) vor
und wurde veröffentlicht (vgl. Bremberger et al.). Die Senatsverwaltung wird nun vermutlich auf dieser
Basis einen sogenannten Referent*innenentwurf für eine Neuformulierung des Gesetzes verfassen. Dieser
wird dann an das Abgeordnetenhaus als gesetzgebendes Organ überreicht, dort ggf. noch verändert
und verabschiedet.

Damit ist die Senatsverwaltung für Inneres, Arbeit und Soziales, die von der linken Senatorin Elke Breitenbach
geführt wird, federführend. Neben den Fraktionsvorsitzenden der regierenden Parteien (Carola
Blum und Udo Wolf für Die Linke, Raed Saleh für die SPD und Silke Gebel sowie Antje Kapek für Bündnis
90/Die Grünen) werden vor allem die zuständigen fachpolitischen Sprecher*innen (Hakan Taş für Die
Linke, Dr. Nicola Böcker-Giannini für die SPD und Susanna Kahlefeld für Bündnis 90/Die Grünen) für den
weiteren parlamentarischen Prozess und die Gesetzesvorlage entscheidend sein.

Das Gesetz ist von grundlegender Bedeutung für die Zukunft Berlins – einer Stadt, die sich in sämtlichen
Marketingkampagnen für ihre „Internationalität” feiert. Es bietet die einmalige Chance, einen wegweisenden
Entschluss zu fassen, wie die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund und rassistisch
Diskriminierten tatsächlich und umfassend sichergestellt werden kann. Wie zuletzt 2010 hat das Berliner
Abgeordnetenhaus und die Rot-Rot-Grüne Regierung jetzt die Chance und auch die menschenrechtliche
Verpflichtung, einen großen Schritt voranzugehen und für andere Bundesländer – wie auch für die
Bundesebene – erneut zum Vorbild zu werden.

Da wir davon überzeugt sind, dass mehr Akteur*innen der Berliner Stadtgesellschaft darüber informiert
werden und an dem Prozess teilhaben sollten, wollen wir an dieser Stelle unsere Perspektive auf die
notwendigen Veränderungen des Gesetzes transparent machen.

Das sind unsere 10 Thesen für die notwendige Weiterentwicklung des Berliner Partizipations- und
Integrationsgesetzes hin zu einem echten Gleichstellungsgesetz gegen rassistische Diskriminierung
und für Empowerment:

10 Thesen zur Novellierung des Berliner Partizipations-und Integrationsgesetzes

Wir haben eine Sammlung von häufigen Fragen zu der Befragung Viefalt entscheidet Thüringen zusammengestellt. Diese war ursprünglich als interne Referenz für die Teilnehmer*innen an der Befragung gedacht, den etwa 20.000 Beschäftigten der Thüringer Landesverwaltung. Da die Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten grundlegend für eine diversitätsorientierte Organisationsentwicklung ist, veröffentlichen wir das FAQ, um dem Fachdiskurs an dieser Stelle zu stärken.

Mit der Studie „Vielfalt entscheidet Thüringen“ entwickeln wir am Beispiel der Thüringer Landesverwaltung die deutschlandweit erste, differenzierte Vollerhebung in einer Landesverwaltung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten entlang aller Vielfalts- und Diskriminierungsdimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). An dieser Erhebung werden etwa 20.000 Beschäftigte teilnehmen können.
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Eine Gesellschaft ist so offen, wie ihre Institutionen. Gerade öffentliche Einrichtungen in pluralen Gesellschaft haben die besondere Verantwortung die Vielfalt der Gesellschaft widerzuspiegeln. Deshalb hat unser Team die Berliner Verwaltung und landeseigene Unternehmen in einer Pilotstudie unter die Lupe genommen. Am 28. Februar haben wir die Studie vorgestellt.

 

Das Ergebnis: 97 % der befragten Führungskräfte sind weiß bzw haben keine Erfahrungen rassistischer Diskriminierung gemacht. 3 % der Befragten sind People of Colour (PoC), Schwarze Menschen oder haben eine ähnliche Selbstbezeichnung und geben überwiegend an, dass sie rassistische Diskriminierung erleben. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch der Großteil aller befragten Führungskräfte (56 %) sehen rassistische Diskriminierung als schwerwiegendes gesellschaftliches Problem an.
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Studie offenbart Mangel an Vielfalt in öffentlichen Einrichtungen Berlins

Führungskräfte sehen dringenden Handlungsbedarf

Eine Gesellschaft ist so offen, wie ihre Institutionen es sind. Gerade öffentliche Einrichtungen in einer pluralen Gesellschaft haben die besondere Verantwortung die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft widerzuspiegeln.

Unter wissenschaftlicher Beratung durch das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin haben wir die erste Studie zur Vielfalt in öffentlichen Einrichtungen durchgeführt. Die Studie „Diversität in öffentlichen Einrichtungen in Berlin – Erfahrungen und Kompetenzen auf Führungsebene“ ist die erste Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten in Deutschland, die alle Dimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) differenziert berücksichtigt.

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Einladung

Mit Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten
zur inklusiven Stadtgesellschaft

Vorstellung der Studie zu Vielfalt in der Berliner Verwaltung

28. Februar 2018, 15-18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal, Unter den Linden 6, 10117 Berlin

es diskutieren u.a.

Margit Gottstein, Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz und AntidiskriminierungDaniel Tietze, Berliner Staatssekretär für Integration

Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Abteilungsleiterin “Wissenschaftliche Grundfragen” beim Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Noa Ha, Leiterin des Zentrums für Integrationsstudien (ZfI) an der Technischen Universität Dresden und Vorstand des Migrationsrat Berlin
Gabriele Gün Tank, Geschäftsleiterin, Neue Deutschen Organisationen
Daniel Gyamerah, Projektleiter, Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership

 

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22.11.2017: Wie vielfältig ist die Berliner Verwaltung? Wir haben eine Befragung durchgeführt, die sich dieser Frage widmet. Mit der Befragung wurden nicht nur die Vielfalt der Berliner Führungskräfte, sondern auch deren etwaige Diskriminierungserfahrungen entlang aller Dimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes erstmals statistisch erfasst. Nun liegen uns die ersten Ergebnisse der Umfrage vor. Entsprechend unseres selbstgestellten Anspruchs die Forschung in diesem Bereich partizipativ zu gestalten, luden wir Expert*innen aus von Rassismus betroffenen Communitys ein, um mit ihnen die ersten Ergebnisse vorab zu diskutieren.

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(c) Andi Weiland

Über 100.000 Menschen haben eine Petition unterstützt und damit den Startschuss für die Parteigründung gegeben. Seit April dieses Jahres ist „Demokratie in Bewegung“ (DiB) die erste Partei in Deutschland mit einer Vielfaltsquote. Im Gespräch erklären die DiB-Vorstandsmitglieder Anne Isakowitsch (31) und Mohammed Sharityar (35) den Sinn der Vielfaltsquote.

 

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Wir suchen eine*n studentische*n Mitarbeiter*in für empirische Sozialforschung im Bereich (Anti-)Diskriminierung und Inklusion für unseren Projekt Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership Berlin
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